Samstag, 10. Mai 2014

Osterferien

Hallo ihr Lieben,
mein letzter Eintrag ist nun schon eine Weile her. In der Zwischenzeit ist viel passiert und das Jahr rast nur so an mir vorbei. Die Ferien sind vorbei und meine letzten 4 Monate in Südafrika  sind angebrochen. Nun möchte ich euch aber zunächst von meinen Osterferien berichten. In Südafrika und besonders um Kapstadt herum habe ich schon viel gesehen und so habe ich mich entscheiden in den Osterferien nach Namibia zu reisen. Mein Papa hat mich begleitet und ist dazu extra aus Deutschland angereist. Nach seiner Ankunft sind wir auch schon relativ schnell mit dem Nachtbus nach Windhoek, Namibia gereist. Windhoek selbst hat uns nicht besonders gut gefallen. Es gab keinen wirklich schönen Stadtkern oder ähnliches. Da wir den Urlaub vorher zum großen Teil noch nicht geplant hatten, haben wir nun die Zeit in Windhoek genutzt um mögliche Routen aufzustellen.
Unser erster Halt war Sossusvlei. Die Wüste Namibias mit den höchsten und schönsten Dünen der Welt. Wir haben jedoch ein paar Stunden von Soussvlei entfernt gewohnt, so dass wir es an unserem ersten Tag nicht bis dorthin geschafft haben und eine statt dessen einen Wanderung im Namib – Naukluft- Park unternommen haben.
Am nächsten Morgen sind wir in aller Frühe aufgebrochen um noch vor der Mittagshitze den Big Dady, die höchste Düne der Welt, zu besteigen. Ich war noch in einer Wüst und so har mich der Anblick der Dünen wirklich umgehauen. Auf unserer Fahrt in den frühen Morgenstunden sind wir einiegen wilden Tieren begegnet, die wir sonst nicht zu Gesicht bekommen hätten. Obwohl wir schon früh losgelaufen sind wurde es sehr heiß währen der Wanderung und der Weg zog sich sehr. Oben angelangt waren wir sehr kaputt und hatten kein Wasser mehr, doch die Aussicht hat uns belohnt. Auf dem Rückweg sind wir dann durch die Salzpfanne gelaufen.





Von der Wüste ging es durch das Naukluftgebirge weiter ans Meer nach Swakopmund. Swakopmund war ein sehr starker Kontrast zu der endlosen Landschaft die wir vorher von Namibia gesehen haben. An der Küste wurde es auf einmal viel kälter und windiger. Die Stadt selbst ist nett aber sehr touristisch und deutsch. Eigentlich jeder konnte hier ein bisschen oder oft auch sehr gut deutsch sprechen. Besonders aufgefallen ist mir, dass es wenig junge und sehr viel alte Touristen und Einheimische gab. Von Swakopmund aus sind wir nach Walvis bay gefahren und haben dort eine Delphin, Wal und Seerobben Schifftour mitgemacht. Leider haben wir jedoch weder Delphine noch Wale gesehen. Dafür viele Seerobben und Pelikane. Mir kam es mit den vielen Deutschen und dem schlechten Wetter eher wie an der Nordsee vor. Die Unterschiede in Namibia zwischen Land, Stadt, Wüste, Gebirge und Meer sind schon sehr groß. Wenn man es nicht besser Wüste, würde man nicht glauben dass man noch in demselben Land ist.



Nach Swakopmund wussten wir nicht recht wie es weiter gehen soll. Nach langem hin und her überlegen haben wir uns entschieden noch 2 Tage nach Uis und dann noch in den Ethosa Nationalpark zu fahren. Hinterher kann ich nun sagen, dass dies eine sehr gute Entscheidung war. Ursprünglich wollte ich noch sehr gerne weiter in den Norden zu den Epupafällen. Das hätten wir zeitlich jedoch kaum geschafft. Auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp wurden an den Straßen Edelsteine aus dem Gebirge verkauft. Dort haben wir sehr schöne und unterschiedliche Steine erstanden. Uis und die Umgebung war wieder sehr Ländlich. Die Menschen leben dort zum Teil noch Traditionell in ihren Stämmen und in Häusern aus Lehm und Holz. Bekannt ist die Gegend für die White Lady. Dies ist eine 5000 Jahre alte Steinmalerei. Eigentlich soll die White Lady einen schwarzen Mann darstellen der um ein Feuer tanzt. Durch das Licht des Feuers wird er angestrahlt und erscheint weiß. Die Wanderung zu den Felsmalereien dauerte eine Stunde und war sehr schön. Alleine hätte man den Weg jedoch nicht gefunden. Nur ein  Führer kann einen dorthin bringen und die Geschichte der white lady erzählen. Auf dem Weg haben wir sogar Leopardenspuren entdeckt, jedoch keinen Leoparden zu Gesicht bekommen. Die Felsmalereien wurden mit Farbe aus Erde, Pflanzen, Steinen und Blut gemalt. Ich fand es schon sehr beeindrucken dass sich diese immer noch gehalten haben. Nach dieser Wanderung hat uns der Führer dann noch auf eine private Tour mitgenommen. Dabei hat er uns sein Haus aus Lehm gezeigt, das Volk der Himba und auch das naheliegende Township in dem er aufgewachsen ist. Es war sehr interessant so noch tiefere Einblicke in das Leben dort zu bekommen.




Danach ging es auch schon langsam zu Ende mit unserer Reise. Unsere letzte Station war der Ethosa Nationalpark für den man eigentlich viel länger als nur 1,5 Tage einplanen sollte, so hatte man uns gesagt. Schon an unserem ersten Abend haben wir eine  3 stündige Nachtsafari. Diese fing zunächst nicht so viel versprechend an doch auf einmal liefen uns 15 Löwen über den Weg. Danach waren alle wieder hellwach und tatsächlich konnten wir danach auch noch Giraffen und Zebras entdecken. Die Nachtsafari hatten eine ganz eigene Stimmung, denn nach der Dämmerung darf sonst keine Auto mehr herumfahren und die Tiere können nur durch ein Rotlicht aufgespürt werden.

Nach diesem tollen Beginn ging es dann auch schon am nächsten Morgen genauso toll weiter. Wir sind einer Herde aus hunderten von Zebras begegnet. Es ist wirklich etwas ganz anderes die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld und in Bewegung zu sehen als im Zoo. Nach den Zebras folgten Giraffen und dann sind vor uns unglaublicher Weise noch zwei Löwen über die Straße gelaufen und haben sich dann zehn Meter von der Straße entfernt unter einen Busch gelegt so dass man sie wirklich nicht mehr gesehen hat. Im sogenannten Märchenwald konnten wir dann nicht mehr so viele Tiere sehen. Dafür jedoch Bäume die aussahen als würden sie umgekehrt in der Erde stecken. Auf dem Weg zu unserem zweiten Schlafplatz wurde die Landschaft etwas grüner und die Sträucher höher. So konnten die Tiere sich besser verstecken und wir weniger sehen. Kurz vor der Dämmerung waren wir schon fast etwas enttäuscht dass wir nach dem tollen Morgen keine Tiere mehr gesehen haben. Und nun als man nun nicht mehr damit gerechnet hat, kam ein Nashorn aus dem Gebüsch gestapft. Wir haben es gerade noch so vor Torschluss in unser Apartment geschafft. Bevor die Sonne ganz untergegangen ist sind wir noch zu dem nahegelegenem Wasserloch gegangen. Zu meiner großen Überraschung tranken dort ein Elefant und ein Nashorn. Alles war sehr still und friedlich und von den Tieren ging eine unglaubliche Ruhe und Anmut aus. Dieser letzte Abend hätte wirklich schöner nicht sein können. Wir hatten großes Glück so viele Tiere direkt nach der Regenzeit zu sehen.








Am nächsten Tag sind wir dann früh aufgebrochen und den ganzen Tag zurück nach Windhoek gefahren. Von dort aus ging unser Bus zurück nach Kapstadt. Nach zwei kompletten Reisetagen konnten wir uns nun zurück in Kapstadt etwas erholen. Für mich war es wirklich wie ein nach Hause kommen. Ich habe ihm noch in den letzten 2 Tagen etwas von Kapstadt und der Umgebung gezeigt. Mir ist nun doch aufgefallen welch große Unterscheide es zwischen Südafrika und Namibia gibt. Namibia hat für mich die tolle Sandwüste , die es so in Südafrika nicht gibt. Auffällig war auch, dass es dort nur wenige Städte gab und diese dann oft meiner Meinung nach nicht so toll waren. Dagegen finde ich Kapstadt zu Leben doch viel schöner.

Nach der Reise hat für mich jetzt auch relativ schnell die Arbeit wieder angefangen. Wir haben wieder viele neue Kinder bekommen und darunter auch ein behindertes Kind. Ein Junge, der nicht laufen kann und einen überdimensionalen Kopf hat. Wir hatten etwas bange wie es wohl für uns und die anderen Kinder klappt. Wir haben den kleinen Jungen schon jetzt sehr lieb gewonnen und er ist schon jetzt nicht mehr schüchtern sondern aufgeweckt und macht bei allem mit Begeisterung mit. Ich hoffe das wir nächste Woche das Geld für die Matratzen bekommen und diese dann auch so schnell wie möglich kaufen. Davon werde ich euch natürlich berichten! Bis bald 

Sonntag, 23. März 2014

Der Sommer verabschiedet sich langsam.
Die letzten sommerlichen Tage haben wir daher natürlich umso intensiver ausgenutzt. Da wir uns gerade in unserer WG ein Auto gemietet haben, konnten wir einige schöne Ausflüge machen. So sind wir zum Beispiel den  Chapman's Peak Drive gefahren, der als eine der schönsten Küstenstraßen gilt. Dort haben wir gepicknickt und die Aussicht genossen.


Zu unseren 6 Monatigen haben wir einen Zirkus besucht und sind anschließend essen gegangen. 



Am letzten Donnerstag  haben wir überraschen frei bekommen, da der Weg in unser Township versperrt war. So haben wir einen kleinen Ausflug in den wirklich wunderschönen Botanischen Garten gemacht.

Mein Highlight war trotz der anderen vielen schönen Sachen das Holi-Festival. Das Festival fand auf dem Rathausplatz statt, so dass man einen tollen Blick auf die Stadt einerseits und auf den Tafelberg andererseits hat. Jede Stunde wurde Farbe in die Luft geschmissen so dass wir am Ende alle Bunt waren. 



6 Monate



Bericht wurde geschrieben am 15.03.2014


Hannah Diewald
Südafrika, Centre for Creative Education, Nomhle Educare
Zwischenbericht
Tatsächlich bin ich mittlerweile schon ein halbes Jahr in Südafrika. Wenn ich auf die vergangene Zeit zurückblicke kommt mir diese Zeit so erlebnisreich wie ein eigener kleiner Lebensabschnitt vor und doch verging die Zeit so schnell. Ich arbeite immer noch in dem Nomhle Educare zusammen mit Rosa Dreyhaupt und bin sehr glücklich mit dieser Arbeitsstelle.
Im Wesentlichen hat sich mein Arbeitsalltag nicht verändert. Ich wechsle immer noch zwischen den Gruppen, je nach dem wo meine Hilfe gebraucht wird. Jedoch wird mir mittlerweile mehr zugetraut. So leite ich gemeinsam mit Rosa ohne Hilfe den Morgenkreis und übernehme auch sonst manchmal eine Kindergruppe ganz alleine. Auch in der Gestaltung des Kindergartens nimmt die Kindergartenleitung gerne unsere Vorschläge an oder fragt uns sogar nach Rat. So haben wir in dem Kindergarten einen Jahreszeitentisch eingeführt und immer wieder neue Bastelideen eingebracht. Zudem haben wir eine neue Köchin und eine neue Kindergärtnerin, für die mittlere Gruppe bekommen.
Wie schon in meinem ersten Bericht beschrieben versuchen wir den Kindern eine gesündere Ernährung beizubringen. Dis hat bis jetzt auch schon Früchte getragen. Die Kinder kommen mittlerweile mit ihrem Obst ganz von alleine zu uns selbst und auch die anderen Kindergärtnerinnen achten nun darauf, dass die Kinder ihre von zu Hause mitgebrachten Chips und Süßigkeiten nicht zu viel essen. Als nächsten Schritt sind wir gerade dabei das Zähneputzen einzuführen. Zudem konnten wir schon Spenden sammeln um neue Matratzen und Decken zu kaufen. Dies liegt uns besonders am Herzen, da die Schlafgelegenheiten der Kinder eine regelrechte Zumutung ist.
Auch jeden Freitag in Craft entstehen weiterhin schöne Spielsachen für unseren Kindergarten. Wir haben schon Bälle, kleine und größere Puppen, Früchte für den Kaufladen, Figuren für den Jahreszeitentisch und vieles mehr hergestellt. Mein Wunsch ist es als nächstes eine Holzkiste zu bauen, in der wir ein paar Pflanzen anbauen können. Unser Kindergarten hat bis jetzt noch gar keine Grünfläche oder Pflanzen in jeglicher Art. Ich kann mir vorstellen, dass es für die Kinder interessant ist das Wachstum direkt zu beobachten. Die Babymassage ist in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen, da zunächst einmal die Kindergruppen neu aufgeteilt werden mussten und wir die Einverständniserklärung der neuen Eltern brauchten. Ab der nächsten Woche wollen wir dies aber wieder einführen.
Persönliche Anmerkungen
Der Sommer in Südafrika ist wohl die schönste Zeit. Ich genieße immer noch die Freiheit in diesem schönen Land und bin überglücklich hier gelandet zu sein. Ich hatte jedoch auch schon eine Phase, in der es mir nicht so gut ging. Dabei kamen einiges zusammen wie Heimweh und die Erfahrung zweier Überfälle. Diese Erfahrungen haben mir einige Albträume und schlaflose Nächte bereitet doch es wird nun immer besser.

Ich versuche in meinem zweiten halben Jahr so viel wie möglich von Südafrika mitzunehmen. Ich möchte meine verbleibende Zeit noch voll auszunutzen und auch  in meinem Kindergarten etwas Bleibendes erschaffen.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Zwischenseminar

Hallihallo ihr  meine Lieben,
tatsächlich ist die Hälfte meines Jahres schon fast herum. In den letzten Wochen haben wir viele neue kleine Kinder bekommen. So hat sich mein Kindergartenalltag auch etwas verändert. Von Alltag kann allerdings noch nicht die Rede sein, denn nach den Ferien bin ich erst wieder seit 3 Wochen am arbeiten. Zudem hatten wir einen Workshop über frühkindliche Entwicklung und das Zwischenseminar. Ich möchte euch gerne etwas von meinem Zwischenseminar berichten. Das Zwischenseminar fand auf der Bloublommetjeskloof Farm in Wellington statt. Wellington ist ca 1,5 Stunden von Kapstadt entfernt und liegt landschaftlich sehr schön. Bei der Farm handelt es sich um eine biodynamische Demeter- Farm. So durften wir zum Beispiel nicht unser eigenes Shampoo benutzen, da das Wasser aus der Dusche direkt zu den Pflanzen geleitet wird. Die Mahlzeiten wurden ausschließlich aus selbst angebauten Lebensmitteln hergestellt. Das war besonders lecker! So viele frische Früchte und selbstgebackenes Brot haben wir alle schon lange nicht mehr gegessen. Übernachten konnten wir entweder in einer Dachkammer oder einem kleinen Häuschen etwas weiter entfernt. In dem Häuschen habe ich zusammen mit 10 anderen Freiwilligen übernachtet. Dort hatten wir sogar eine Terrasse, auf die wir unsere Matratzen geschoben habe um draußen schlafen zu können.
Ich hatte eigentlich keine Ahnung was mich auf diesem Seminar erwarten wird. Wir sollten jedoch jemanden aus unserm Umfeld heraussuchen, der uns auf irgendeine Art beeindruckt und denjenigen dann in der Gruppe vorstellen. Rosa und ich hatten Zusammen ein  Video über unsere Principal vorbereitet, in dem sie von ihrem Leben und der Entstehungsgeschichte des Kindergartens erzählt. Ich denke im Grunde diente uns das Seminar dazu, das letzte halbe Jahr zu reflektieren und uns über unsere schönen und nicht so schönen Erlebnisse auszutauschen. Die letzten 6 Monate sollten wir an Hand einer Stimmungskurve beschreiben, die einerseits die Stimmung auf der Arbeit und andererseits unsere allgemeine Gefühlsebene wiederspiegelt. Dies war sehr spannend, da man so mitbekommt konnte wie die Anderen das Jahr erleben. Natürlich ist dies auch ein sehr emotionales und private Thema und so kam es zu den ein oder anderen Gefühlausbrüchen. Zudem haben wir über weitere Themen diskutiert, die uns beschäftigen und auch über allgemeine Themen. So wurde zu Beispiel noch einmal Rassismus thematisiert, der uns trotz dem „Ende der Apartheid“ immer wieder begegnet.
Zusätzlich haben wir noch einmal durchgekaut warum wir diesen Freiwilligendienst machen und wer welchen Nutzen davon trägt. Diese Fragen haben wir schon zu genüge sowohl auf dem Orientierungsseminar als auch auf dem Vorbereitungsseminar durchgekaut und ich war ihrer etwas überdrüssig. Stattdessen hätte ich mir mehr gemeinsame Aktionen gewünscht, denn die Farm und die Umgebung hatte wirklich viel zu bieten.

Insgesamt haben mir diese 5 Tag jedoch wirklich gut gefallen. Ich hatte Zeit mir über meine eigenen Wünsche und Ziele noch einmal klarer zu werden und auf meine schon vergangene Zeit zurück zu blicken. Besonders schön und interessant war es die anderen Freiwilligen aus ganz Afrika wieder zu sehen und/oder neu kennen zu lernen.


Bis bald 
eure Hannah

Mittwoch, 22. Januar 2014

Reisebericht

Reisebericht

Hallo meine Lieben. Ich bin nun zurück aus meinem großartigen Sommerurlaub. Wir hatten eine unglaublich schöne Zeit  und haben viel erlebt. Diese ganzen Erlebnisse kann man nur schwer in einen Bericht festhalten aber ich werde es einmal versuchen.  Meine Ferien waren von Anfang an sehr ungeplant und doch ist alles viel besser geworden, als ich es mir vorgestellt hatte.
Die ersten 10 Tage bin ich zusammen mit Rosa die bekannte Garden Route gefahren. Wir haben uns ein Auto gemietet und sind dann direkt an unserem ersten Ferientag gestartet. Unser erster Stopp war Cape Agulhas. Dort treffen der indische und der atlantische Ozean aufeinander. Zudem liegt dort an der Küste ein altes Schiffswrack, welches besonders beim Sonnenuntergang eine besondere Stimmung zaubert.

Nach diesen wunderbaren ersten Abend sind wir morgens früh aufgebrochen um Mossel-Bay zu erreichen. Dort hatten wir eine Safari gebucht. Mit einer Art Geländewagen sind wir durch das große Gebiet geholpert, über Flüsse und Felsen, und haben viele wilde Tiere zu Gesicht bekommen. Wir hatten Glück, denn unser Führer war ausgesprochen nett und begeistert von den Tieren und seiner Arbeit. Dies hat die Tour noch interessanter gemacht. Mossel-Bay selbst hat uns dagegen nicht besonders beeindruckt. 


Unsere nächste Station lag in Plettenberg-Bay. Dort sind wir zwei Nächte geblieben, denn wir hatten in Plettenberg unseren Fallschirmsprung gebucht.  Wir waren schon Tage vor dem Sprung sehr aufgeregt und ich konnte es kaum glauben als es dann tatsächlich soweit war. Wir sind mit einem kleinen Flugzeug mindestens zwanzig Minuten geflogen. Dann ging alles ganz schnell. Die Türe wurde aufgemacht und wir sind in einen kalten sehr starken Wind gesprungen. In den ersten Sekunden hat man sich einmal überschlagen und ist dann schnell nach unten gesaust. Erst als der Schirm dann aufgegangen ist konnte ich wieder richtig denken. Die Sicht und das Gefühl in der Luft zu segeln  waren unglaublich. Zwischendurch durfte ich den Schirm sogar selbst lenken und ein paar Kurven drehen. Ich würde einen Fallschirmsprung jeder Zeit wieder machen und die Überwindung ist gar nicht so groß man denkt.




Den anderen Tag in Plettenberg-Bay haben wir damit verbracht, den Elefanten im Knysna einen Besuch abzustatten. Dort konnten wir die Elefanten füttern und nachher sogar streicheln. Es ist ein tolles Gefühl diesen gutmütigen Riesen so nahe kommen zu können. Mich hat besonders erstaunt wie fest und ungewohnt sich die Rüssel der Elefanten anfühlten, als wir sie mit Gemüse fütterten. 



Als wir uns mittags kurz ausgeruhen wollten, wurde wie plötzlich von lauter Musik geweckt. Wir sind der Musik nachgegangen und stellten fest, dass in der Stadt zum Anlass Nelsons Beerdigung ein großes Fest gefeiert wurde. Wir waren sehr erstaunt wie anders hier damit umgegangen wurde. Das fest glich keiner Trauerfeier sondern war eher eine Mischung aus Karneval, Weihnachtsfest und Tanzwettbewerb. Die Menschen tanzten ausgelassen und riefen immer wieder „Mandela“. Gegen Ende fuhr ein Wagen mit dem Weihnachtsmann vor, der Süßigkeiten in die Menge schmiss.

Nach Plettenberg sind wir nur ein kurzes Stück weiter die Küste entlang nach Jeffreys-Bay gefahren. Jeffreys-Bay hat einen wunderschönen Strand und unser Backpackers hatte eine tolle Lage direkt am Meer. Hier haben wir unsere letzten Tage verbracht, die Sonne genossen und sogar noch eine Nacht verlängert. An einem etwas kühleren Tag sind wir noch in den Lion Park gefahren, denn Löwen hatten wir auf unserer ersten Safari nur aus weiter Entfernung gesehen. Wir sind selbst mit dem Auto durch den Park gefahren und hatten gar nicht erwartet, dass so viele andere Tiere noch unseren Weg kreuzen würden .Doch tatsächlich versperrte und eine Giraffe sogar den Weg. Die Löwen hingegen waren eher eine  Enttäuschung da diese nicht frei sondern in nicht allzu großen abgegrenzten Gehegen gefangen waren.


Und dann waren die zehn Tage auch schon fast herum. Den Weg zurück sind wir in zwei Etappen gefahren. Dies war der erste Teil meiner Ferien. Die Feiertage haben wir dann in Kapstadt verbracht. Auch für Kapstadt hatten wir uns ein Auto gemietet mit dem wir dann Seiten von Kapstadt sehen konnten die wir zuvor noch nicht entdeckt haben. So haben wir zum Beispiel neue Strände ausgekundschaftet. Außerdem hat mir Rosa zu Weihnachten eine Tour mit dem roten Bus geschenkt. Die roten Doppeldeckerbusse fahren in Kapstadt herum an den Sehenswürdigkeiten vorbei. Man kann jederzeit aussteigen und dann mit dem nächsten Bus weiter fahren. So haben wir noch einmal einen besseren Überblick über die Innenstadt und neue Anregungen bekommen. 

In Kapstadt haben uns außerdem noch Freiwillige aus Johannesburg besucht. Gemeinsam haben wir Weihnachten und Silvester gefeiert und sind dann am dritten Januar für unsere zweite Reise aufgebrochen. Diesmal waren wir 7 Leute und sind mit zwei Autos gefahren. Die Johannesburger sind auf ihrem Weg nach Kapstadt an der höchsten Bungybrücke der Welt vorbei gekommen und sind tatsächlich fast alle gesprungen. Ich hatte mich eigentlich dagegen entschieden von dort zu springen und nur den Fallschirmsprung zu machen. Nachdem mir nun aber die anderen davon vorgeschwärt hatten, fing ich auch an mir das Ganze noch einmal zu überlegen.

Unseren ersten Tag haben wir eigentlich nur im Auto verbracht und sind bis Oudtshoorn gefahren. Dort wollten wir am nächsten Tag Strauße reiten. Es war an diesem Tag unglaublich heiß und uns war allen etwas übel. Das Straußenreiten war zudem ein echter Reinfall. Die Vögel waren relativ eng eingesperrt und das Reiten sah nicht gerade Tierlieb aus. Die Strauße wurden mit einem Haken am Hals eigefangen um ihnen dann einen Sack über den Kopf zu stülpen, damit sie ruhiger wurden. Nun konnte man versuchen ein paar Sekunden auf den Tieren sitzen zu bleiben. Wir haben da nicht mitgemacht und uns nur das ganze Spektakel angeschaut. Faszinierend hingegen fand ich die großen unglaublich stabilen Eier der Tiere.



Abends sind wir dann noch bis Tsisikama gefahren. Dort konnten wir einem Backpackers bleiben, das einer Bekannten der Johannesburger gehört. So haben wir dort nicht gezeltet sondern sogar ein Zimmer für uns alle bekommen.  Am nächsten Morgen wurde mir eröffnet dass ich heute bungee springen muss. Ich war etwas überrumpelt aber habe mich dann doch dafür entschieden. Zusammen mit einem anderen Frewilligen, der starke Höhenangst hat, wollte ich mich überwinden. Kurz bevor wir an der Brücke ankamen fing es auf einmal an zu regnen und Nebel kam auf. Das machte die ganze Aktion für mich noch unheimlicher. Letztendlich war der Bungeesprung ein unglaubliches Erlebnis und ich glaube ich hatte noch nie so viel Adrenalin in meinem Körper. Es war schön, dass die anderen mich so unterstützt haben und zum Teil sogar wegen mir noch einmal gesprungen sind. 






Am nächsten Tag ging es dann gleich sportlich weiter. Wir sind in einen Naturpark gefahren und haben dort auf einem Fluss Stand-Up-Paddling ausprobiert. Dabei steht man auf einem Brett und bewegt sich mit Hilfe eines Paddels vorwärts. Wir sind natürlich einige Male ins Wasser gefallen und hatten viel Spaß.


In den nächsten Tagen haben wir den anderen noch Jeffreys-Bay gezeigt und dort ein paar Tage verbracht bevor es nach Johannesburg ging. Johannesburg ist wirklich nicht zu vergleichen mit Kapstadt. An unserem ersten Tag dort haben wir einen weiteren Tierpark besucht. Dort konnten wir besonders den Löwen sehr nahe kommen und sogar welche streicheln. 





An unserem letzten Tag hatten wir noch eine sehr unschöne Begegnung. Wir mussten um das Auto abzugeben mitten durch die Innenstadt Johannesburgs. Wir hatten die Fenster des Autos offen und standen an einer Ampel. Plötzlich kam ein Mann auf uns zu, fasste durch das offene Fenster und drehte den Autoschlüssel um, so dass wir nicht weiterfahren konnten. Zwei andere Männer kamen hinzu, bedrohten uns und griffen in das Auto um uns abzutasten. Die Männer wollten hauptsächlich unsere Handys und Geld. Mir wurde zum Glück nichts geklaut doch unsere Freunde mussten sich von ihrem I-Phone und Bargeld verabschieden. Dieses Erlebnis hat uns alle ziemlich mitgenommen trotzdem haben wir natürlich den letzten Abend noch genossen bevor es dann am nächsten Tag 22 Stunden mit dem Bus zurück nach Kapstadt ging.